Hundertfache Frucht!

Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre! (Lukas 8,8)

Hundertfache Frucht! Das ist ja eine mächtige Potenzierung. Hier sollten wir wirklich zuhören! Begreifen wir dieses Prinzip, von dem Jesus spricht, steht einem erfüllten Leben in gewisser Weise nichts mehr im Wege! Wir wissen jetzt um das Potential unseres Herzens, ein Inkubator zu sein. Wir erfahren auch, was diesen Inkubator behindern oder abschalten kann. In wenigen Versen wird uns ein dermaßen zentrales Prinzip erfolgreichen Lebens vermittelt, dass wir nur mit Jesus darin übereinstimmen können: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“

In Vers 15 wird dieser letzte Teil der Herzensbeschaffenheit konkretisiert:

„Das in der guten (idealen) Erde aber sind die, die in einem redlichen (idealen) und guten Herzen Frucht bringen mit Ausharren.“

Man kann das Wort oben für „gut“ und „redlich“ auch mit „ideal“ übersetzen. Jeder Gärtner weiß um einen „idealen“, also erstklassigen, einwandfreien, vollkommenen Zustand eines Beetes, um die Saat aufzunehmen. Die Erde wurde gereinigt von Steinen und Unkraut, sie wurde aufgelockert für eine gute Belüftung und glattgezogen für eine optimale Fläche, die neben der Saat auch Licht und Wasser aufnehmen kann. Ein solchermaßen kultivierter Boden wird die Saat aufgehen lassen und eine Menge Frucht bringen! Die beinhaltet dann bereits die weitere Saat…

Ein göttlicher Kreislauf des Wachstums und der Fülle!

Nur leider wird uns in der Schule weder dieser Kreislauf noch eine gute Herzenskultivierung beigebracht, sondern wir werden voll eingespurt in die Sorgen-Geld-Vergnügen-Matrix, um die es im gestrigen Text ging, in der wir unser Herz dann komplett verlieren und damit einen wesentlichen Teil unseres Menschseins. Au weia!

Wie sehr also müssen wir unser Herz hüten! Müssen darauf achten, womit wir es füllen und womit wir es beschäftigen. Wehe, die Sorgen schlagen Wurzeln in uns! Denn was reinkommt, kommt auch raus, aber vervielfältigt! 

Wir nehmen etwa einen negativen Gedanken auf und drehen uns darum, bis wir ihm hundert weitere Gedanken hinzugefügt haben. Wir potenzieren die Sorge ins Gigantische und essen schließlich ihre Frucht.

Das Prinzip aber funktioniert eben auch genauso mit den guten Gedanken voller Gerechtigkeit, Frieden und Freude, voller Glauben, Hoffnung und Liebe. Unterhalten wir unser Herz mit diesen Gedanken, vermehren wir auch diese ins Gigantische. Dann sprudeln wir über vor Kreativität und bringen endlos Gutes aus unserem Herzen hervor.

Wir können unser Leben lang über allerlei negative Umstände klagen, uns als Opfer von anderen fühlen und negative Gefühle bis zur Erbitterung in uns brüten, die dann zu immer mehr dieser Negativ-Ernte führen! Oder wir nehmen die Verantwortung über das, was in unser Herz eingeht, selbst in die Hand und lassen nicht mehr passiv jede Verkehrtheit rein, sondern sortieren genau vor, was rein darf und was nicht.

Diese Kultur-Arbeit ist eine Haupt-Aufgabe für alle geistlichen Menschen! Tag für Tag üben wir uns in den Tugenden, um ein tugendhaftes Leben hervorzubringen, das uns selbst wunderbar gefällt und unsere ganze Umgebung nährt und segnet.

Das sind der wahre Reichtum und das wahre Vergnügen.

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