Mein Kreuzweg

Station 3: Gethsemane

Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! (Matthäus 26,38)

Jener Garten wurde aus vielerlei Gründen berühmt und ist unbedingt unsere nächste Station des Kreuzweges. Hier ringt Jesus im Gebet bis zur Agonie, denn er weiß, was ihm ab hier widerfahren wird und er betet, ob dieser „Kelch“ an ihm vorübergehen kann, aber er kann es nicht, denn der Preis der Erlösung besteht darin, dass Jesus das „Lamm Gottes“ wird, welches die Sünde der ganzen Welt auf sich nimmt und an unserer statt daran zugrunde geht.

Das Ausmaß dieser Leiden, vor allem dieser furchtbaren Isolation, Einsamkeit und Verlassenheit können wir uns schwerlich vorstellen.

Jesus kämpft sich zu den Worten durch: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“ Der Kampf um diese Hingabe, in dem Jesu Schweiß wie Blutstropfen wird, ist damit vorüber, was uns sehr viel betreffs unserer eigenen Gebets-Kämpfe zu sagen hat.

Dann erscheint ein Engel vom Himmel, der Jesus stärkt, woraufhin schon die „Häscher“ – der Verräter Judas und die Soldaten – kommen, um ihn einzukassieren.

Die Jünger verschlafen das alles, sie „können nicht eine Stunde mit ihm wachen“, wie es heißt, und Jesus ist in seiner schwersten Stunde, betrübt bis zum Tod, sehr alleine. Daran sehen wir, dass das Kreuzesgeschehen bereits voll im Gang ist.  

(Aus meinem neuen Titel „Ohnmacht & Triumph “. Dieses Buch möchte uns auf eine sehr persönliche Weise auf den Weg der Passion Christi mitnehmen. Dieser entscheidende Abschnitt im Leben und Sterben Jesu will unser Herz verändern und unsere Beziehung zu Jesus vertiefen. Alle Infos zum Buch HIER)

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