Gastbeitrag: Das Gericht der Liebe

Das Gericht der Liebe

Im Gerichtssaal der Liebe

Ausgangspunkt dieser Vision war meine Frage an Jesus bezüglich 1. Kor. 11,31: „Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet werden (LUT)“ oder in einer anderen Übersetzung „Gingen wir mit uns selber ins Gericht, dann würden wir nicht gerichtet (EÜ)“. Der besseren Lesbarkeit wegen habe ich diese Vision wiederum als Dialog zwischen mir und Jesus aufgeschrieben.

Markus: „Ich las kürzlich 1. Korinther 11,31 in der Einheitsübersetzung: „… gingen wir mit uns selber ins Gericht …“. Hat das „mit uns selber ins Gericht“ etwas mit einem Himmlischen Gerichtssaal zu tun?“

Jesus: „Ja, allerdings. In meines Vaters Haus sind viele Räume (Joh. 14,2). Leider kommen nur sehr, sehr wenige Christen in diesen Gerichtssaal. Es geht hier nicht, wie viele fälschlicherweise annehmen, um Selbstverdammnis oder sich selber „zu Grunde“ richten. Auf diesem Richterstuhl thront die Liebe; hier findet das „Gericht der Liebe“ statt. Die anderen Gerichtssäle sind für – aus deiner Sicht – externe Angelegenheiten da, in diesem Gericht geht es um interne Angelegenheiten dein Herz betreffend, deine Seele und deinen Geist.“

Über der Eingangstüre dieses herrlichen Gerichtssaales steht „Freiheit“.

M: „Darf ich mich in diesem Gerichtssaal umsehen, bevor ich mich darauf einlasse (bzw. einlassen kann)?“

Jesus: „Selbstverständlich gerne. Folge mir in diesen Gerichtssaal. Nur ich habe bzw. ich bin der Schlüssel zum Eintritt in diesen Gerichtssaal.“

Nachdem Jesus die Türe zu diesem Gerichtssaal aufgeschlossen hat, fordert er mich auf, mich in diesem Raum umzusehen. „Was siehst du?“, fragt mich Jesus.

M: „Ich sehe eine Person auf einem Richterstuhl sitzen. Dieser Stuhl gleicht mehr einem Thron, denn einem Stuhl. Da du mir schon vorher offenbart hast, dass dies das „Gericht der Liebe“ ist, muss wohl die Liebe auf dem Thron sitzen!? Aus der Bibel weis ich natürlich, dass du Liebe bist. Also bist es du, Jesus, obwohl du gerade neben mir stehst und mir diese Frage gerade stellst? Wie geht das? Bist du jetzt mehr als die drei Personen der Dreieinigkeit?“

Jesus lächelt und erwidert mir: „Eure Vorstellungen von Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist sind viel zu begrenzt. Lass es mich dir so veranschaulichen. Ihr seid drei-dimensionale Wesen. Wie soll ich als multidimensionales Wesen (d. h. mehr als drei-dimensional) einem drei-dimensionalen Wesen wie dir mich selbst erklären? Das wäre so, als würde ich versuchen, einer Ameise den Eifelturm zu erklären, an dessen Füssen die Ameise gerade krabbelt. Eure Erklärungsversuche, mich als multidimensionales Wesen zu erklären, sind von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Erst wenn ihr selber durch einen Prozess der Transformation wieder eure Multidimensionalität erlangt habt, kann ich euch das erklären. Um dir jetzt eine einfache Antwort zu geben: Ja, ich bin die Liebe und du kannst mich gleichzeitig neben dir und auf dem Thron sehen. Das ist so wie in einer deiner früheren Visionen, als du mit dem Vater in seinem Herzen warst. Was siehst du noch?“

M: „Der Boden, auf dem der Thron der Liebe steht, ist wie ein großer, durchsichtiger Kristall. Der Thron selber schaut einerseits wie loderndes Feuer aus, andererseits wie feste Materie. Auch die Liebe sieht gleichzeitig wie eine Person aus, aber auch wie Feuer. Ist das dieses verzehrende Feuer, von dem die Bibel spricht (Hebr. 12,29)?“

Jesus: „Ich als Liebe bin dieses verzehrende Feuer, das dich anzündet und in Brand versetzt, aber nicht verbrennt. Mose sah dieses Feuer im brennenden Dornbusch (2. Mose 3,2). Dieses Feuer begleitete die Israeliten in der Wüste und führte sie aus der ägyptischen Sklaverei in die Freiheit des Heiligen Landes (2.Mose 13,22). Dieses Feuer fiel an Pfingsten auf meine Jünger und brannte allen Selbstzweifel in ihnen weg, so dass sie mein Königreich aufbauen konnten (Apg. 2,3-4). Dieses Feuer hat zwei Seiten, wie eine Medaille. Auf der einen Seite brennt es alles, was dich daran hindert, in deine Bestimmung zu kommen weg; auf der anderen Seite versorgt es dich mit der notwendigen Energie, um deine Bestimmung zu erfüllen. Deswegen musst du dieses Feuer werden, sonst würdest du brennend im Geist beginnen, aber im „Fleisch“, d. h. in eigener Kraft enden – was natürlich nicht funktionieren kann. Was siehst du noch?

M: „Ich sehe einen Tisch zwischen dem Thron und dem gegenüber einen bequemen Stuhl. Der ist dann wohl für die Person, die sich auf dieses Gericht der Liebe einlässt. Natürlich sind da auch ein Krug und ein Becher mit lebendigem Wasser. Auf dem Tisch liegt ein Buch aufgeschlagen vor der Liebe. Auch dieses Buch ist irgendwie in Feuer getaucht. Ist das vielleicht mein „Sündenregister“?, wobei es mir innerlich mindestens so heiß wird das das Buch aussieht.

Jesus: „Nein, das ist dein komplettes Buch des Lebens. Hier siehst du es aus der Perspektive der Liebe. Die Seiten mit den Sünden, die du bekennst, verbrennen sofort. Sie halten dem Feuer nicht stand. Deine Bestimmung und meine „vorbereiteten Werke“, die du von mir erfragt und getan hast, bzw. noch wichtiger, was du geworden bist, die widerstehen dem Feuer. Sie haben Bestand bis in „alle Ewigkeit“. Hier trennen sich Holz und Stroh von Gold und Edelsteinen (1. Kor 3,12-15). Das ist eine Vorwegnahme des „Richterstuhls Christi“, so wie es der Apostel Paulus in der Heiligen Schrift beschrieben hat (2. Kor. 5,10). Das „lebendige Wasser“ in dem Kelch ist vom Heiligen Geist und spendet dir nicht nur Erfrischung sondern vor allem Trost. Wenn du dich darauf einlässt, steht es dir hier unbegrenzt zur Verfügung. Du wirst es brauchen. Sieh dich doch bitte weiter um.“

M: „Links neben dem „Verhandlungstisch“ sehe ich so etwas wie ein 3D-Bild einer Blumenwiese. Und die Decke über uns ist eigentlich keine Decke sondern eher wie ein intensiv leuchtender Regenbogen.“

Jesus: „Das 3D-Bild wird bei Bedarf „lebendig“ und zeigt dir Szenen aus deiner Vergangenheit, bei der du vom Weg der Liebe abgewichen bist. Aber nicht um dich anzuklagen, sondern um dir den Weg der Liebe aufzuzeigen, den du hättest gehen können. Der Regenbogen über dir soll dich immer daran erinnern, dass der Vater jederzeit zu seinem Bund des Lebens mit dir steht und dir in diesem Prozess hilft. Auch der Regenbogen ist natürlich lebendig und wird sich dir ebenfalls im Laufe des Prozesses offenbaren.“

M: „Was wird eigentlich hier im Gericht der Liebe verhandelt? Ist das für jeden Menschen gleich?“

Jesus: „Um dir einen Bezugsrahmen zu geben, hat die Liebe sieben Verhandlungstage angesetzt. Dies sind aber keinesfalls sieben Tagen eurer Zeitrechnung. Du bist hier in einer anderen Dimension, der Dimension der Ewigkeit, da gibt es keine Zeit. Auch funktioniert die Umrechnung „Ein Tag vor dem Herrn sind wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag“ aus 2. Petrus 3,8 hier nicht. Du bekommst hier so viel Zeit, wie du benötigst. Die „Überschriften“ sind bei jedem Menschen in etwa gleich, der Inhalt jedoch individuell. Nehme doch bitte gegenüber der Liebe Platz. Dann kannst du die Agenda auf dem Schriftstück vor dir erkennen.“

M: Ich setzte mich der Liebe gegenüber. Vor mir erscheint ein weises Blatt Papier auf dem Tisch. Erst konnte ich nichts darauf erkennen. Ein flüchtiger Blick darauf reicht offensichtlich nicht, um den Inhalt zu erkennen. Ich frage Jesus: „Ist diese „Anklageschrift“ des Gerichts vielleicht versiegelt?“

Jesus: „Ja, sie ist nur für dich bestimmt. Nur du kannst sie lesen. Sie ist Teil deines Buches des Lebens. Konzentriere dich darauf und lasse dich darauf ein.

M: Nachdem ich mich darauf konzentriert habe konnte ich folgendes auf dem Blatt lesen:

 

Das Gericht der Liebe

1. Verhandlungstag: Übernehme Verantwortung und erkenne dich selbst
(verlasse den Pfad der Selbsttäuschung).

2. Verhandlungstag: Von der Finsternis zum Licht
(gehe den Pfad der Erleuchtung).

3. Verhandlungstag: Liebe dich selbst, bevor du andere lieben kannst
(gehe den Pfad der ganzen Liebe).

4. Verhandlungstag: Lass dich los
(gehe den Pfad ohne unnützen Ballast).

5. Verhandlungstag: Werde ein Diener der Liebe & Freude
(gehe den Pfad der Ehre).

6. Verhandlungstag: Überlasse der Liebe die Herrschaft in deinem Leben
(gehe den Pfad des Friedens und der Ruhe).

7. Verhandlungstag: Gelange durch die Freiheit in Christus zur Herrlichkeit
(RESET – alles auf Anfang oder: zurück ins Paradies).

 

Das Gericht der Liebe

Der schmale Pfad.

Jesus: „Du kannst statt Pfad auch Weg einsetzen. Es ist gleichzeitig der schmale Pfad und es bin ich als der Weg. Noch etwas sehr wichtiges für dich: Dein ganzes bisheriges Leben mit all dem „Schlamassel“, wie du es nennst, hat dazu gedient, dass du zu diesem Meilenstein hier her kommen konntest. Also sehe es nicht (nur) negativ. Es hat dir Zugang zu diesem Gerichtssaal der Liebe ermöglicht. Schließe jetzt Frieden mit deinem bisherigen Leben damit du dich ohne falschen bzw. unnötigen Ballast dem Gericht der Liebe stellen kannst. Entspanne dich und entscheide dich, ob du dich auf dein persönliches Gericht der Liebe einlassen willst. Es ist alles bereit. UND es ändert nichts an meiner Liebe zu dir, ob du dich darauf einlässt oder nicht. Es ist ein Angebot der LIEBE, dass du annehmen oder ablehnen kannst. Du hast die Freiheit!

Doch bedenke das diese realistische Gefahr auch für dich besteht: „Weil die Ungerechtigkeit überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten (Mt. 24,12).“ Dieses Problem ist heute noch aktueller wie vor 2000 Jahren als ich es zu meinen Jüngern gesagt habe.“

 

Mehr über das Gericht der Liebe aus einer völlig anderen Perspektive in dem Buch von Frank Krause: „Die Schriftrolle der Liebe – Band 2„.

Zum besseren Verständnis dieser Vision siehe auch meine anderen Gastbeiträge.

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