Die Schechina

Als er aber dies sagte, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie fürchteten sich aber, als sie in die Wolke hineinkamen. (Lukas 9,34)

Die Geschichte ist noch nicht zuende! Nach den so törichten, aber für uns so aufschlussreichen Worten von Petrus – siehe gestriger Beitrag – erscheint nun die Herrlichkeitswolke, die „Schechina“.

In der Parallele Matthäus 17 ist die Rede von einer „lichten“ Wolke. Hören wir, was Wikipedia dazu zu sagen hat:

Der Begriff Schechina (hebr.: שְׁכיִנָה šəxīnāh) bezeichnet in der jüdischen Religion die ‚Einwohnung‘ oder ‚Wohnstatt‘ JHWHs in Israel, die als Inbegriff der Gegenwart Gottes bei seinem Volk verstanden werden kann. Das Bedeutungsspektrum schließt eine Reihe von Nebenbedeutungen wie ‚Ruhe‘, ‚Glück‘, ‚Heiligkeit‘ oder ‚Frieden‘ ein, immer als Merkmale, die den Wirkungskreis der Gegenwart Gottes charakterisieren und für den Menschen spürbar werden lassen. Zwar kommt das Substantiv schechina selbst im Tanach nicht vor, die Wurzel ist allerdings häufig anzutreffen, insbesondere in dem Verb schachan (שכן, „wohnen, zelten“) und dem Substantiv mischkan (משכן, „Wohnsitz, Stiftszelt“). Von seinem Ursprung und seiner Grundbedeutung her weist der Begriff auf die Begegnung des Volkes Israel mit seinem Gott in der Wüste zurück. Gottes Gegenwart manifestiert sich in seinem „Zelten“ mitten unter dem Volk (vgl. Ex 25,8–9 EU). Dementsprechend bestand das erste israelitische Heiligtum aus einem beweglichen Zelt und der darin aufgestellten Bundeslade. Die Schechina als Inbegriff der Nähe und Präsenz Gottes ging später auf den Jerusalemer Tempel und den heiligen Bezirk der Stadt über… Die Schechina bezeichnet die Gegenwart Gottes in der Welt, also seine Immanenz. (Wikipedia)

Natürlich kannten die Jünger die Geschichte vom Auszug ihrer Vorfahren aus Ägypten und ihren Weg durch die Wüste nach Kanaan in und auswendig. Da war bei Tag die Wolkensäule, die Israel durch die Wüste begleitet hatte und aus der heraus Gott mit Mose von Angesicht zu Angesicht wie mit einem Freund gesprochen hatte (2Mo 33,9-11). Nachts war sie „licht“ wie eine Feuersäule.

Und nun umhüllte diese Wolke SIE und Gott sprach zu IHNEN. Konnte das wahr sein? Wie sie eines auf den Sinai kam, kommt sie nun auf den Berg Tabor, wie den Berg der Verklärung einige nennen. Machte das die Jünger zu „Mose“? Zu Boten des Neuen Bundes? Wird die Botschaft diesmal also nicht in den Gesetzestafeln bestehen, die Mose einst vom Berg herunterbrachte, sondern in dem einen Wort, dass ihnen aus der Wolke mitgeteilt wird: „Dies ist mein geliebter Sohn, ihn hört!

Ist das unsere eine gottgegebene Aufgabe, unser „Gesetz“, unsere Richtlinie und Orientierung? Wohnt Gott auf und in dieser Aussage? Ist ihre Entfaltung und Offenbarung das Wesen des Neuen Bundes?

EIN SOHN IST UNS GEGEBEN!

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