Wenn die Welt den Himmel richtet

Setzt es nun fest in euren Herzen, nicht vorher darauf zu sinnen, wie ihr euch verantworten sollt, denn ich werde euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht werden widersprechen oder widerstehen können. (Lukas 21,14-15)

Trotz der schrecklichen Ankündigungen, die Jesus uns in seiner Endzeitrede macht, will er dennoch, dass wir diesen Nöten nicht verfallen, dass sie uns nicht bestimmen und beherrschen. Angesichts der Kaliber, die Jesus auffährt, nicht leicht!

Der Haupttrost ist stets der, dass Jesus uns nicht verlässt noch versäumt. Er bleibt bei uns und in uns und um uns durch alle Endzeitwehen hin.

Er gibt uns in dem Vers oben zudem ein sagenhaftes Versprechen. Werden wir angeklagt und überliefert, gibt er uns „Mund und Weisheit“. Sein Geist wird uns sowohl in eine überirdische Freimütigkeit tauchen, als auch Worte in unseren Mund legen, die nicht von dieser Welt sind. Jesus spricht stets von einer ganz anderen Ebene aus, als die Pharisäer oder in den kommenden Kapiteln des Lukasevangeliums Herodes und Pilatus. Er spricht mit einer Freiheit und Autorität, die offensichtlich vom Himmel sind. Aber eben den Himmel wollen die Oberen ja aus ihren Geschäften raushalten.

Von Stephanus lesen wir, dass die Synagoge der Weisheit und dem Geist nicht widerstehen konnte, womit er redete (Apg 6,10). Dennoch zerrten sie ihn unter Aufbietung falscher Zeugen vor den hohen Rat. Dort „sahen sie sein Angesicht wie eines Engels Angesicht“. Gott ist so offensichtlich mit ihm, dass sie es nicht ertragen können. Seine Worte brennen in ihrem Gewissen wie Feuer. Fassungslos erleben sie, wie nicht Stephanus, sondern sie auf der Anklagebank sitzen. Sie halten sich bei seinen Worten schließlich die Ohren zu und stürzen zähneknirschend und kreischend auf ihn los. Sie verhalten sich so offensichtlich teuflisch wie es nur sein kann.

Während sie ihn also in Endzeitmanier töten, sieht er den Himmel offen und dort die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen. Bis zum Ende ist Stephanus „voll Heiligen Geistes“ und ohne jede Furcht. Das erfüllt die „Oberen“ mit unbändigem Zorn: Sie haben doch die Macht, sie sind zu fürchten, sie sitzen zu Gericht! Aber bei Stephanus will es einfach nicht gelingen – sie haben keine Macht über ihn, er fürchtet sie einfach nicht und indem sie ihn hinrichten, richten sie sich selbst hin. Das geschieht immer so, wenn die Erde über den Himmel zu Gericht sitzt und die Lüge die Wahrheit korrigiert.

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