Das Paradies ist nicht käuflich

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Als aber Jesus sah, dass er (der reiche Oberste) sehr betrübt wurde, sprach er: „Wie schwer werden die, die Güter haben, in das Reich Gottes kommen. Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt.“ (Lukas 18,24-25)

Die Leute, die das hörten, waren nicht amused! „Wer kann dann errettet werden?“, fragten sie erschrocken.

Sie sahen ihre Felle davonschwimmen. Dachten sie doch, durch Jesus würde sich der Segen auf und Reichtum in ihrem Leben mehren. Der Himmel würde ihnen helfen, ihre Schulden schneller abzubezahlen, gesünder zu bleiben und mehr arbeiten zu können, um mehr Geld verdienen zu können. Das würden sie dann verzehnten und der Gemeinde geben – und so hätte auch der Himmel wieder was davon. Eine perfekte „win-win“ – Situation. Halleluja! Mehr!

Und nun sagt Jesus sowas… Wie ausgesprochen Besucher-unfreundlich!

Zuerst die Frage, warum es für jemand begüterten so schwer ist, durch die „enge Tür“ oder gar das „Nadelöhr“ zu schlüpfen. Ja, er muss dafür von seinem Kamel absteigen und dann muss er es zurücklassen, er kann es auf den Weg in den Himmel nicht mitnehmen. Gar nichts kann er mitnehmen.

In gewisser Weise „sterben“ wir, wenn wir uns an Jesus hängen und den Weg mit ihm gehen. Viele Bibelstellen bestätigen das. Es heißt, wir sterben so, wie wir in die Welt hinein geboren wurden – mit nichts und nackt. Wir haben nichts in die Welt hineingebracht und nehmen nichts mit hinaus, jedenfalls nichts Irdisches und Materielles, es gibt andere „Schätze“, die wir sehr wohl mitnehmen können, denn sie haben wir bereits zu Lebzeiten im Himmel gesammelt. Sein Leben für einen Reichtum zu opfern, der zeitlich und vergänglich ist, ist dumm im Vergleich zu der Möglichkeit, einen Reichtum zu sammeln, der himmlisch und unvergänglich ist.

Nun bereitet unsere ganze mammongetriebene und geschäftsorientierte Kultur uns darauf vor, es in der Welt „zu etwas zu bringen“, das heißt, „gute Geschäfte zu machen und gut Geld zu verdienen“. Denn die Welt – losgesagt von Gott – will sich ihr eigenes Paradies schaffen, indem sie dafür arbeitet und es kauft. Gott aber würde uns das echte Paradies geben ohne Kaufpreis – umsonst!

Auf, ihr Durstigen alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und esst! Ja kommt, kauft ohne Geld und ohne Preis Wein und Milch. Warum gebt ihr Geld aus für das, was kein Brot ist und euren Verdienst für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich und esst das Gute, und eure Seele labe sich am Fetten. (Jes 55. 1-2)

Wir müssen eine Entscheidung treffen, welches Paradies wir haben wollen: Das gekaufte künstliche oder das geschenkte echte?

Nun hat das geschenkte Echte auch einen Preis, der aber nicht in Geld besteht, sondern in „Komm her zu mir!“ und „Höre auf mich!“. Würden wir unser Leben auf diese beiden Füße stellen – weit würden wir kommen! Tun wir das, können wir unsere Kamele ruhig zurücklassen, denn der Himmel wird uns ungleich mehr schenken, als wir je hätten verdienen und uns leisten können.

„Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Eltern oder Brüder oder Frau oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter das ewige Leben.“ (Lukas 18,29-30)

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