Karawane der Liebe

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Egal, wie oft du deinen Schwur gebrochen hast,
wie oft du dich oder andere verletzt hast,
egal, wie oft du dein Herz verraten hast,
du kannst jederzeit umkehren
und dich der Karawane der Liebe anschließen.

RUMI

Grad eben las ich diesen Spruch von Rumi und war davon berührt. Ja, wir haben unsere Versprechen zuerst uns selbst gegenüber gebrochen, haben uns selbst verletzt und verraten. Und dann haben wir dasselbe mit allen anderen gemacht: unseren Nächsten verletzt, verraten und betrogen wie uns selbst. Alles fängt bei uns selbst an – auch die Liebe. Respektieren wir uns selbst, schätzen und sorgen wir gut für uns, dann respektieren, schätzen und versorgen wir auch den Nächsten gut. Wenn wir mit uns selbst keinen Frieden haben, ist es unmöglich, mit anderen Frieden zu haben.

Deswegen redet Jesus zunächst nicht mit dir über deinen Nächsten, über die anderen, über die schwierige Welt, sondern über dich. Immer stellt er diese gleichen Fragen: Wer bist du? Was willst du? Worum geht es dir?

Dann geht er mit uns in Bezug auf die Beantwortung dieser Fragen immer tiefer – eine Ebene nach der anderen, eine Stufe nach der anderen hinab in eine Tiefe, von der wir gar nicht wussten, dass sie in uns ist.

Danach geht er mit uns in Bezug auf die Beantwortung dieser Fragen hinauf in immer helleres Licht, immer größere Perspektive bis in himmlische Dimensionen, von denen wir noch nichts gewusst haben, die uns aber seltsamerweise alle zu kennen scheinen, als hätten wir schon immer dazu gehört.

Den Weg hinab und hinauf gehen wir an der Hand Jesu. Sie hält uns fest und sie hält uns aus, sie bringt uns durch die zahllosen Prozesse der Umkehr und Wahrwerdung und Verwandlung hindurch, die wir zu meistern haben, um “mit der der Karawane der Liebe” zu ziehen und ihre kostbaren Güter von Ort zu Ort zu bringen und für diese Welt ein Segen zu sein, weil wir Gesegnete sind. Halleluja!

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