Hell wie der Blitz

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„Aber wie der Blitz blitzend leuchtet von einem Ende unter dem Himmel bis zum anderen, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag.“ (Lukas 17,24)

Dies ist immer noch Teil der Antwort Jesu auf die Frage, wann und wie das Reich Gottes kommt.

In den Versen zuvor sagt Jesus, dass das Reich Gottes nicht an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit erscheint, sondern mitten unter uns ist bzw. in uns kommt. Wir müssen dafür nicht zu bestimmten heilige Orten oder auserwählten (ordinierten) Priestern oder religiösen Organisationen kommen. Wir selbst sollen der Tempel des Heiligen Geistes und damit der Ort der Gegenwart und Herrschaft Gottes sein.

Wenn wir den Satz oben lesen, denken wir an die Wiederkunft Christi. Wir denken an die Zukunft. Vielleicht stellen wir uns einen Blitz vor, der den Bruchteil einer Sekunde blendend hell seine Energie entlädt. Dann ist er verglüht…

Aber da steht, dass der Menschensohn so leuchtend sein wird. Nicht nur den Bruchteil einer Sekunde lang. Er ist Licht. Wir haben den Bericht der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor. Sein Angesicht wurde leuchtend wie die Sonne. Ich denke, dass kommt an Energie und Helligkeit dem „Blitz“ gleich. Und nun wird dieses Licht auf der ganzen Erde zu sehen sein. Man muss nicht „hierhin“ oder „dorthin“ gehen (V. 23), es ist überall.

Das hier die Rede ist vom MENSCHENsohn, wirft in mir die Frage auf, ob nicht wir, die zu seinem Aufenthaltsort geworden sind, so licht werden sollten. Was ist denn, wenn wir „aufstehen und licht werden, denn unser Licht ist gekommen. Dunkelheit bedeckt die Völker, aber über uns strahlt das Licht auf… ? (Jes. 60,1)

Wir lesen, dass bei der neunten Plage für drei Tage eine „dichte Finsternis“ auf Ägypten lag, „aber alle Söhne Israels hatten Licht“ (2. Mo. 10,22-23).

Wir lesen von dem göttlichen Feuer auf dem Sinai und an Pfingsten auf den Jüngern (Menschen). Wie hell war dieses Feuer von oben? Sind unsere oftmals mittelalterlichen Vorstellungen dieses Lichtes denn korrekt? Immerhin lief an Pfingsten die ganze Stadt zusammen!

„So wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag“, heißt es da. Wann ist dieser Tag? Wenn wir ihn stets auf die ferne Zukunft schieben, werden wir womöglich nie in sein Licht eintreten und weiterhin „hierhin und dorthin“ laufen, um zu sehen, ob das Reich Gottes sich wohl hier und dort manifestiert.

„Ihr seid das Licht der Welt und das Salz der Erde.“ (Matthäus 5,13-16)

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