Das Geheimnis der Fülle

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Jesus: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Dies hörten die Pharisäer, die geldliebend waren, und sie verhöhnten ihn.“ (Lukas 16,13b-14)

Es ist schon krass, dass Jesus, der Sohn Gottes, von den Frommen „verhöhnt“ wurde. Warum das? Weil sie eben doch dem Mammon UND Gott dienen wollten. Daran hat sich nichts geändert. Die moderne Gemeinde will es ebenso, schließlich braucht es Geld für alles und unsere gesamte kapitalistische Kultur ist durch und durch am Geld orientiert. Und würde Gott sie nur segnen, mehr Geld zu machen, wären doch alle zufrieden und würden „Halleluja!“ singen.

Nun geht es in der Aussage Jesu darum, wem wir dienen. Wem geben wir unsere Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit? Wer ist der Herr? An wem orientieren wir uns?

Geld spielt auch im Reich Gottes eine Rolle, viele Bibelstellen drehen sich darum, aber es ist eben zum Dienen da und nicht zum Herrschen. Wollen Menschen Geld wirklich zum Dienen haben, und nicht, um davon bestimmt zu werden und ihr komplettes Leben dem Verdienen und Schuldenmachen und Abbezahlen zu widmen, können sie jede Menge davon haben. Der Himmel weiß uns mit mehr als genug zu versorgen!

Für uns moderne Menschen in einer Geschäfts-orientierten Kultur ist es nicht leicht, zu begreifen, dass Gott uns Sicherheit gibt, die Sicherheit eines Vaters, so dass es nicht das Geld tun muss. Siehe das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15). Gott ist zuverlässig, Geld nicht. Das einzusehen, kann uns Jahre kosten, in denen wir eben diese Erfahrung machen müssen, ehe wir den Mammondienst drangeben und den Gottesdienst anfangen.

„Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger…“ (Der verlorene Sohn in Lukas 15,17)

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