Heilung

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Immer treibt mich die Frage um, wer wir als Menschen eigentlich sind.

Einige Antworten sind offensichtlich. In unserer materialistischen Kultur sind uns die äußeren und physischen Merkmale des Menschen besonders bewusst, die inneren Eigenschaften treten in den Hintergrund.

Innere Eigenschaften?

Ja, der äußere Mensch hüllt einen inneren ein. Dieser bestimmt ganz wesentlich, wie gut oder schlecht es dem äußeren geht. Außen drückt Innen aus. Ein gesunder Geist schafft einen gesunden Körper, heißt es.

Bei vielen Gebeten für die Kranken und gegen ihre Krankheiten ist mir schon aufgefallen, dass Gott seinen Finger auf innere Prozesse und Befindlichkeiten legt, die hinter der Krankheit des äußeren Menschen liegen. Für uns scheint der Zusammenhang manchmal überhaupt nicht verständlich, weil die Ursache eines Leidens ganz woanders liegen kann, als wo wir je drauf gekommen wären. Oft sind es ganz naive Kleinigkeiten, Bagatellen in unseren Augen, die, weil sie nie geklärt wurden, zu einer Art kleinem Leck in unsere Seele wurden, das zwar zunächst nur zu einem geringen, aber auf Dauer – Jahre – zu einem solchen Kraftverlust führt, dass wir krank werden. Ob unser Verstand die Gründe für eine Verletzung nachvollziehen und akzeptieren kann, spielt keine Rolle. Was er für eine nichtige Kleinigkeit ansieht, kann im seelisch-geistlichen Bereich einen ganz anderen Stellenwert haben. Wir mögen unbewusst der Meinung sein, hinter einer schweren Krankheit müssten auch schwere Gründe stecken. Das muss keineswegs so sein. Viele Kleinigkeiten machen einen mürbe.

Werden die inneren Knoten gelöst, folgt die physische Gesundung nach. Werden die inneren Gründe jedoch nicht geklärt, dann hilft das Beten nicht nachhaltig, der Mensch wird alsbald wieder krank.

Wir müssen als Beter immer fragen, ob wir nur gegen Symptome anbeten oder wirklich an die Wurzel kommen und der Heilige Geist die Chance hat, uns die Wahrheit zu offenbaren. Wobei die Wurzel, wie gesagt, möglicherweise in für unsere Meinung sehr geringfügigen Ereignissen begründet sein kann. Heilung ist m. E. ein immerwährender, lebenslanger Prozess. Was können wir HEUTE dafür tun, die Lecks zu schließen und in unsere Kraft zu kommen?

Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben! (Hohelied 2,12)

1 comment for “Heilung

  1. 18. Januar 2019 at 22:02

    Sehr inspirierent informativ und sehr interessant.

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