Prophetische Worte für das neue Jahr–Teil 6: Tag der Wende

Fortsetzung von Teil 5

Die Propheten haben von diesem Tag des Gerichts und Tag der Wende und Tag des Aufstiegs/Übergangs gesprochen, aber es war in den Ohren der meisten wie Märchen, jedenfalls sehr weit weg von ihnen. Nun aber ist er da. Und ich stehe vor der Tür und klopfe heftig an, um euch an der Hand zu nehmen. Wer mir jetzt immer noch nicht aufmacht und meine Hand nicht ergreift, die der einzige Halt ist in dieser Situation; wer keine Zeit dafür hat, der wird diese Zeit auch kaum mehr finden, denn der Druck und das Tempo nehmen weiter zu. Es gibt kein „später“, das „Später“ ist schon hier. Es ist gekommen und bereit, euch an der Hand zu nehmen und über das stürmische Wasser ans andere Ufer zu bringen.

Du kannst dir die exponentielle Kurve der Zeitentwicklung auch wie eine Eieruhr vorstellen. Da ist dieser enge Punkt, wo alles durchrieseln muss. Bis es zu diesem Punkt kommt, mag der Sand drüber recht ruhig im Glas liegen. Er bemerkt nicht viel davon, dass weiter unten kontinuierlich der Sand durchrinnt. Vielleicht merkt er schon vage, dass die Robustheit aller Dinge mit den Jahren abgenommen hat, so wie seine eigene, dass es eine Beschleunigung des Verfalls gibt und die Zeit schneller abläuft. Er erklärt sich das irgendwie und die „Experten“ reichen ihm genügend Erklärungsmodelle an, um weiterzuschlafen. Er stellt aber das allgemeine – lineare – Konzept der Wirklichkeit nicht in Frage. Für ihn ist immer noch heute prinzipiell wie gestern und morgen wie heute. Die zunehmende Unstimmigkeit dieses Konzepts wird erst ignoriert, dann – wie gesagt – (weg)erklärt und schließlich als Unglück, dem nicht Herr zu werden ist, erlitten.

Dass die ganze Welt abgewickelt wird, dass sie durch das Öhr rinnt von einer auf die andere Seite, in eine andere Wirklichkeit und andere Gegebenheiten, dass alles in Bewegung gerät, der Boden schwankt und sich die ganze gehabte Konstruktion von Realität auflöst, ist unfassbar.

Die Auflösung der Welt, ihr Ablaufen wie die Eieruhr, das ist die Endzeit und sie hat schon vor langer Zeit begonnen, aber man sah nichts davon. Nur der äußere Blick konnte die Eieruhr betrachten und genau erkennen, was die Stunde geschlagen hat.

Ich kam in die Welt, verkündete ihr Ende und ihren (Neu-)Anfang und ging wieder. Scheinbar hatte sich nichts verändert. Alles lief weiter wie gehabt. Aber alle Sensiblen und Seher und Propheten wussten, dass das Ende definitiv eingeläutet worden war und die Welt an sich nur noch auf das große Event vorzubereiten ist. Aber die Welt glaubte es nicht, so wie Ägypten bzw. Israel in Ägypten nicht glaubte, dass seine Zeit ablief und der Exodus kommen würde.

Die Vorstellung, dass nichts bleibt und nichts dafür gedacht ist, zu bleiben, sondern sich zu bewegen, läuft eurem Verlangen nach Stabilität entgegen. Aber der stabile Faktor ist der Vater und nicht die Welt.

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