Janas Messe-Rückblick

„Grenzen verschieben sich an Grenzen“, sagt Frank oft. Mit diesem Motto im Hinterkopf willigte ich ein, als er mich fragte, ob ich ihn bei einem Messestand in Kassel helfen würde. Etwas Erfahrung hatte ich in meiner Ausbildung bereits sammeln können. Schon 2008 habe ich meine Schule auf dem Christival in Bremen vertreten. Trotzdem ist es für mich immer wieder eine Herausforderung, auf völlig fremde Menschen zuzugehen.

Der Kongress liegt mittlerweile einige Tage hinter uns und bei mir ist wieder der Alltag eingetreten. Doch ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell man sich an „außergewöhnliche Situationen“ anpasst und sich dann häuslich darin einrichtet. Nach drei Tagen Stand-Betreuung fühlten wir uns wie „alte Hasen“, kannten die Stand-Nachbarn und begrüßten freudig die bekannten Gesichter der Teilnehmer.
Die langen Zwischenzeiten wurden durch das eine oder andere Gespräch mit den Besuchern deutlich verkürzt. Erstaunlich schnell kamen die Leute zum „Eingemachten“ und erzählten von ihren Träumen, Zielen und Visionen. Und ihren Enttäuschungen. Mich wunderte, wie viele von den Leuten ihren eigenen Verein oder gar eine Stiftung gegründet haben. Immer wieder hörten wir aber auch ähnliche Geschichten über Probleme und Steine, die den Leuten in den Weg gelegt wurden. Für die Erzählenden war es aber eine Entlastung, dass ihnen einmal jemand zuhörte und sie bekamen das Gefühl, dass sie vielleicht doch nicht ganz so verrückt sind. (Was ich übrigens sehr gut nachvollziehen kann, denn auch ich hatte diese Phase.)

Für mich war es angenehm, seit langer Zeit mal wieder mit erwachsen Menschen zu reden! In ganzen Sätzen und halbwegs normalem Deutsch… So gerne ich meine Kinder in der Kita mag, so froh war ich, auch mal wieder ganze Sätze zu hören.
Für mich war es auch eine gute Übung in verbaler Kommunikation – Meisterin des Augenrollens bin ich ja schon…, was Frank hin und wieder bemerkte. Aber am Stand musste ich z. B. eben mal ganz spontan ein Buch zusammenfassen – was nicht einfach ist, wenn man es nicht kennt – oder Ziel und Sinn des Verlages GloryWorld erklären. Eine Herausforderung war es allemal.

Besonders das Miteinander unter den Fachausstellern habe ich genossen. Man war für einander da, hat mal eben den „Klappstuhl ausgegraben“ für jemanden oder einen Stand vertreten. Dafür haben wir wichtiges Insiderwissen erhalten und lustige Anekdoten zu hören bekommen.

Ich bin gespannt, was Gott aus den entstanden Beziehungen machen wird. Es wurden Visitenkarten ausgetauscht und Einladungen ausgesprochen. Das nächste Mal werde ich mit Frank in Gößweinstein in der fränkisdchen Schweiz unterwegs sein und wohl dort den Büchertisch machen. Eine liebe Ausstellerin, die ihren Stand „Endlich leben!“ gleich uns gegenüber hatte, werden wir da wohl wiedersehen. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

2 comments for “Janas Messe-Rückblick

  1. Markus Amolsch
    2. Februar 2018 at 22:11

    „Klappstuhl ausgegraben“, das kenne ich: https://youtu.be/86vJcl5GXHA

    • 3. Februar 2018 at 22:25

      Schön, dass jemand meine Anspielung erkannt hat! ^^

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